Katabolismus und Anabolismus
Yang und Yin

Katabolismus - Yang

Katabol nennt man die Abbau-Prozesse im Körper. Eiweiß, Zucker und Fett werden verbraucht und in einfachere Moleküle zerlegt. Dieser Vorgang setzt Energie frei, die für Herzschlag, Muskelarbeit, Hirntätigkeit, usw. verbraucht werden kann.

In der chinesischen Philosophie werden diese Vorgänge als "Yang" benannt. Yang steht für Verbrennung, Hitze, Trockenheit und Aktivität.

Anabolismus - Yin

Anabol nennt man Aufbauprozesse im Körper. Dabei werden Moleküle aus dem Blutkreislauf entnommen und in die Körperzellen eingebaut. Einfache Moleküle werden zu komplexeren Molekülen zusammengesetzt.

In der chinesischen Philosophie werden diese Vorgänge als "Yin" benannt. Yin steht für Wachstum, Kühle, Feuchtigkeit und Ruhe.

Entweder-Oder: Katabol oder Anabol - Yang oder Yin

Der Körper kann nicht gleichzeitig aufbauen und abbauen. Für beide Vorgänge fließt jeweils ein besonderer Hormoncocktail in der Blutbahn.

Arbeiten, Denken, Kraftübungen, Radfahren, also jede Anstrengung ist katabol. Der Körper wird verschlissen. Der Cortisolspiegel steigt.

Beim Ruhen und Schlafen wird der Körper aufgebaut. Aufbau ist anabol. Verschlissen Zellen werden repariert oder ersetzt. Muskeln wachsen. Gelernte Informationen werden im Gehirn in neuen Neuronen gespeichert. Das alles funktioniert leider nur dann, wenn der Cortisolspiegel niedrig ist.

Wer ständig unter Stress steht, bleibt in der katabolen Phase stecken. Der Cortisolspiegel ist ständig erhöht. Die Aufbauphase findet kaum statt. Der Körper wird langsam aber sicher zerstört.

Dabei treten in Deinem Körper viele Symptome auf, deren gemeinsame Ursache der dauerhaft erhöhte Cortisolspiegel ist. Die Medizin behandelt jedes Symptom als einzelne Krankheit. Je mehr Krankheiten, desto mehr Umsatz. Für Deine Gesundheit ist es besser, wenn Deine Hormone ins Gleichgewicht kommen. Die Symptome gehen dann weg und die Apotheke verliert einen Kunden.

Gleichgewicht halten: Katabol oder Anabol - Yang oder Yin

Wer gesund bleiben will, muß katabole Zerstörungsprozesse und anabole Aufbauprozesse im Gleichgewicht halten. Die chinesische Philosophie stellt dies sehr schön im Yin-Yang-Symbol dar.

Für die Gesundheit ist der Wechsel von hoher Anstrengung und tiefer Ruhepause notwendig. Ständige Untätigkeit ist ebenso schädlich wie Dauerstress.

Ein gesunder Körper hält dann auch mal Extrembelastungen wie Bergsteigen, ein durchzechtes Wochenende oder Sex bis zur völligen Erschöpfung aus.

Anabolika

Bei "Anabolika" denkt man an "Anabole Steroide", die im Leistungssport beim Doping verwendet werden. Auch die wirken aufbauend, sind jedoch gesundheitsschädlich. Künstliche Hormone sollten nur der letzte Ausweg sein, wenn die körpereigene Hormonproduktion versagt.

Körpereigene Anabolika (Wachstumshormone) sind u. A.: Testosteron, Östrogen, Progesteron und Somatropin (Human Growth Hormone, HGH). Alle diese Hormone gibt es bei Männern und Frauen.

Testosteron und HGH fördern Muskelaufbau, Gehirnaufbau, Fettabbau, Stärkung der Knochen, allgemeines Wohlbefinden und verlangsamen den Alterungsprozess.

Testosteron und HGH können Deine Muskeln selbst herstellen, wenn Du sie mit Kraftübungen stärkst. Kurzfristige Anstrengung mit hoher Last fördern den Muskelaufbau. Siehe "HIT - high intensity training". Ausdauertraining wie Jogging baut dagegen Muskeln ab und erzeugt Stress und Cortisol.

Kraftübungen sind zunächst katabol, die Muskeln arbeiten mit höchster Anstrengung, es werden Muskelzellen zerstört. Doch dabei werden Testosteron und HGH ausgeschüttet, die in der folgenden Ruhephase die zerstörten Muskelzellen durch neue ersetzen, dann weitere Muskelzellen aufbauen und dann im ganzen Körper weitere Aufbauarbeit leisten. Ist das nicht großartig?

Macht Testosteron aggressiv?

Nein, ganz im Gegenteil! Aggression entsteht durch Stress. Dann ist der Testosteronspiegel niedrig und der Cortisolspiegel besonders hoch (katabol).

Ein hoher Testosteronspiegel macht stark, zuversichtlich, kooperativ, gibt Selbstvertrauen und Stressresistenz. Die höhere Stressresistenz verringert aggressives Verhalten.

Wenn Jungens auf dem Schulhof raufen, sind sie aktiv, nicht aggressiv. Wer aggressiv ist, verletzt absichtlich.

Aggressivität äußert sich oft nicht körperlich, sondern im Sozialverhalten ➜ Ausgrenzung, Beleidigungen, Mobbing.

Bei einem psychologischen Experiment erhielten Frauen etwas Testosteron. Sie wurden dadurch weniger aggressiv und haben besser zusammengearbeitet, als die unbehandelte Kontrollgruppe.


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